„Wir nehmen die Dinge in die Hand“
Die VR Bank Heilbronn Schwäbisch Hall eG eröffnet komplett umgebaute Geschäftsstelle in Bad Friedrichshall.
Die sechs Meter große Lichtpuppe Dundu brachte die Schere für die offizielle Neueröffnung der komplett umgebauten Geschäftsstelle Bad Friedrichshall der VR Bank Heilbronn Schwäbisch Hall eG. Nun haben die Kundinnen und Kunden eine neue, zeitgemäße Anlaufstelle mitten in der Stadt.
Die Wände des Selbstbedienungsbereichs im Eingangsbereich mit den Geldausgabeautomaten sind mit einer weißen Wellenstruktur einladend gestaltet. Der Servicebereich wirkt hell und offen und ist mit grauen Akzenten versehen. Für vertrauliche Gespräche stehen zwei Beratungsräume zur Verfügung. In den oberen Stockwerken finden die zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lichtdurchflutete Büroräume und weitere Beratungsräume – genügend Platz für die Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Bereichen der VR Bank und des genossenschaftlichen Verbunds, die sich hier zu einem Gespräch mit Kundinnen und Kunden verabredet werden. Im dritten Obergeschoss befinden sich ein großer Besprechungsraum und eine Dachterrasse. „Das alte Gebäude ging gar nicht mehr“, kommentierte der Vorstandsvorsitzende Eberhard Spies die bisherigen Bedingungen. Die ursprüngliche Filiale wurde 1967 gebaut und 1973 erweitert. 1992 erhielt sie ein Glasdach, das im Sommer für subtropische Temperaturen im Inneren sorgte.
„Wir sind in der Region verwurzelt und wollten den Standort wiederbeleben“, begründete der Vorstandsvorsitzende die Investitionen in Höhe von gut 4,3 Millionen Euro. Das Gespräch mit Bürgermeister Timo Frey war für ihn ein Schlüsselerlebnis, wie Eberhard Spies bei der Neueröffnung der Moderatorin Susi Herzberger erzählte: „Der Bürgermeister engagiert sich für die Belange der Stadt, das wollen wir unterstützen.“ Man wolle nicht auf den Staat warten, sondern sich engagieren. „Wir gestalten die Heimat selbst und nehmen die Dinge in die Hand“, betonte der Vorstandsvorsitzende.
Moderatorin Susi Herzberger (links) im Gespräch mit Eberhard Spies (VR Bank), Volker Neuhaus (Architekt), Nils Lateit (VR Bank) und Timo Frey (Bürgermeister).
Bürgermeister Timo Frey freute sich, dass die VR Bank die Aktivitäten der rund 20.000 Einwohnerstadt fördert. Es sei eine gute Infrastruktur vorhanden und der komplette Umbau der Geschäftsstelle passe gut dazu. „Ich bin ein Fan von Besuchen bei der Bank“, sagte er. Dabei könnten viele Dinge auf einmal erledigt werden. Trotz aller Digitalisierung, Online-Banking und Geldautomaten ist das für Eberhard Spies ein wichtiger Punkt: „Wir brauchen Geschäftsstellen, denn unsere Kunden wollen wichtige Dinge wie Geldanlagen, Immobilienfinanzierung und andere Punkte, die das direkte Lebensumfeld betreffen, mit echten, kompetenten Menschen besprechen.“ Dafür sei eine moderne Geschäftsstelle der richtige Ort. Und nicht nur ältere Leute kämen zur Beratung, sondern gerade auch die jüngeren: „Sie wollen das Finanzielle direkt mit uns regeln.“
Bei der Umgestaltung des Gebäudes stand für Architekt Volker Neuhaus der Erhalt der bisherigen Bausubstanz im Mittelpunkt. „Wir wollten das alte Gebäude aus den Erweiterungen herausmeißeln und ihm mit einem neuen Bezug seine Würde zurückgeben.“ Dazu wurden der Anbau und das Glasdach entfernt sowie das alte Gebäude entkernt. Es ist nun nachhaltiger, offener und flexibler. Die Fenster wurden an ihrem Platz belassen, die Fassade geöffnet und der architektonischer Rhythmus blieb erhalten. „Und es sieht jetzt wieder schick aus“, stellte Volker Neuhaus fest. Da über 50 Prozent der Energie bei der Herstellung eines Gebäudes verbraucht wird, macht eine Vitalisierung Sinn. Nun wird die Geschäftsstelle mit einer Wärmepumpe beheizt und mit Strom von der Fotovoltaikanlage auf dem Dach versorgt. Der nicht benötigte Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist.
Nils Lateit, Bereichsleiter Facility Management der VR Bank und Projektleiter des Umbaus, berichtete von den großen Herausforderungen, die ein Umbau eines alten Gebäudes mit sich bringt. „Die größte Herausforderung ist die Gebäudesubstanz selbst.“ Wenn eine Wand geöffnet werden musste, wusste man nie, was zum Vorschein kommen würde. „Diese anspruchsvollen Dinge haben wir aber alle im Team gelöst.“ Neben der tollen Optik, dem Design, der Nachhaltigkeit und der Funktionalität sei „eine moderne Arbeitswelt für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen“ worden. Er dankte den Kolleginnen und Kollegen in der Geschäftsstelle, die die 18 Monate der Umbauzeit so gut durchgehalten und den Umzug tatkräftig unterstützt haben. „Danke, dass Sie die Geschäftsstelle für unsere Kunden die ganze Zeit offengehalten haben.“
Nach der Eröffnungsfeier mit Live-Musik und Häppchen für geladene Gäste am Abend stand am nächsten Tag ein Straßenfest für die gesamte Bevölkerung auf dem Programm. Es gab einen kleinen Jahrmarkt mit Candyshops, eine Schiffschaukel und Walking Acts.